Wie ich neben den Strom trete

Um für das Lesen von Texten, das Hören von Podcasts und das Schauen von Videos neben den Strom treten zu können, habe ich mir meinen persönlichen Denkraum mit hilfreichen Tools eingerichtet.

  1. Die erste Gruppe von Tools hilft mir dabei, die unterschiedlichen Ströme von Informationen zu kanalisieren.
  2. Die zweite Gruppe nutze ich, um die verschiedenen Medien konzentriert wahrnehmen und verarbeiten zu können - also neben den Strom zu treten.
  3. Die dritte Gruppe hilft mir schließlich das Gelesene und Gelernte zu sichern und ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln.

Ströme kanalisieren

Im ersten Schritt geht es darum, die vielen möglichen Wege, auf denen mich Texte (im Folgenden stellvertretend für Texte, Podcast-Episoden, Twitter-Threads, Videos…) auf ein paar kanalisierte Inboxes zu reduzieren.

Die wichtigste Inbox für mich ist hier - leider(?) - immer noch mein Twitter-Feed mit viel zu vielen spannenden Gedanken und Links, die ich niemals auch nur in Ansätzen alle lesen könnte.

Parallel nutze ich seit einiger Zeit auch wieder klassische RSS-Feeds, mit denen ich einige Online-Magazien und Blogs abonniert habe. Mein Tool der Wahl hier ist der äußerst empfehlenswerte Inoreader.

Mein nächstes Ziel ist, nochmal stärker auf vorkuratierte Sammlungen zu setzen - also klassische Zeitschriften bzw. Zeitungen.

Neben den Strom treten

Wann immer möglich überführe ich Texte, die in einem dieser Ströme an mir vorbeischwimmen, in meine “Read Later”-Liste bei Instapaper - dazu nutze ich meist die vielfältigen Integrationen, die IFTTT anbietet, und die - über das Browser-Plugin - sogar bei Paywall-Texten funktionieren (also bei solchen, für die ich entsprechend bezahlt habe).

Instapaper ist allerdings noch viel mehr als eine einfache Linkliste. Hier kann die Artikel in aller Ruhe und in ablenkungsfreier Umgebung lesen und mir dabei Markierungen sowie Notizen machen. Ebenfalls über IFTTT und eine kleine selbst programmierte Server-API landen diese Notizen dann auch gleich in meinem Obsidian-Archiv. Dort werden sie verschlagwortet und nach Lust und Laune, oder wenn ich mich gerade mit einem Thema vertieft beschäftige, in meinen physischen Zettelkasten eingefügt.

(Eine Zeit lang habe ich meine Quellenangaben auch in Zotero abgelegt, das mache ich aber nicht mehr.)

Auch für die Notizen, die ich mir in meinen Kindle-eBooks mache, habe ich mittlerweile ein System und eine kleine Schnittstelle gebaut, die mir die exportierten Notizbücher sofort zu Obsidian schiebt. Dort gehe ich dann durch meine Hervorhebungen und Notien und markiere mir darin nochmal die zentralen Punkte, die dann zu physischen Zetteln werden.

Für Podcasts nutze ich mittlerweile das wirklich empfehlenswerte Snipd, dass es erlaubt, Lesezeichen innerhalb einer Podcast-Episode zu setzen und automatisch die entsprechenden Ausschnitte transkribiert. Über eine Export-Funktion landen auch diese Notizen dann in Obsidian.

Gelesenes Sichern und Entwickeln

Um das Gelesene zu sichern und auf dessen Grundlage mein Denken weiterzuentwickeln habe ich mittlerweile einen analogen Zettelkasten und schließlich den Digitalen Garten, durch den ihr euch gerade bewegt.