Vier unverzichtbare Tipps, die das Lesen wissenschaftlicher Texte einfach machen

Gerade wer sich den Sozial- oder Geisteswissenschaften verschreibt, wird schon in den ersten Wochen seines Studium auf die ersten wissenschaftlichen Texte stoßen. Meist als Pflichtlektüre in einem Seminarplan versteckt, stellt das Lesen solcher Texte viele Studierende vor eine große Herausforderung. Hier sind vier unverzichtbare Tipps, die gerade am Anfang helfen, wissenschaftliche Texte zu lesen.

Auch wenn wohl jeder Student von sich behaupten würde “lesen zu können”, ist es etwas ganz anderes, wissenschaftliche Texte zu lesen als beispielsweise einen Roman oder eine Zeitung. Wissenschaftliche Texte werden geschrieben, um Informationen in einer ganz bestimmten Form zu vermitteln.

Den Autoren ist dabei die Lesbarkeit oder ein angemessener Spannungsbogen ziemlich egal. So findet sich Fachbegriff neben Fachbegriff, oftmals in abenteuerlichen Nominalsatz-Konstruktionen, die zu lesen an sich niemandem Spaß machen dürfte.

Doch glücklicherweise muss man wissenschaftliche Texte meist überhaupt nicht vom ersten bis zum letzten Buchstaben durchlesen, um das Ziel der Lektüre zu erreichen. Hier sind vier Tipps, die euch helfen, wissenschaftliche Texte möglichst effizient zu lesen:

1. Es geht um das Argument und die Kernpunkte

Anders als bei einem Roman erwartet man von einem wissenschaftlichen Text keine Unterhaltung. Es geht vielmehr darum, die Information, die die Autoren vermitteln wollen, möglichst effizient aus dem Text zu extrahieren.

2. Die Struktur verrät viel über den Inhalt

Die Struktur eines wissenschaftlichen Textes verrät einem zumeist schon eine gehörige Menge über dessen Inhalt: Der Titel fasst das Thema oder die zentrale Frage des Textes meist schon gut zusammen und die Überschriften der Kapitel skizzieren den groben Verlauf der Argumentation.

Dann findet sich auch oft eine Stelle im Text, in der explizit Forschungsfragen oder Hypothesen formuliert werden, die die inhaltliche Ausrichtung des Textes in wenigen Zeilen und sehr prägnant darstellen.

3. Nicht sofort von vorne nach hinten lesen. Quer-lesen!

Wenn man sich der Punkte 1 und 2 bewusst ist, wird deutlich, dass es für einen guten ersten Eindruck reicht, den Text zu überfliegen und inbesondere auf die Zwischenüberschriften und die Fragen bzw. Hypothesen zu achten.

Wer dann noch Einleitung und Fazit gründlich durcharbeitet und eventuell unklare Punkte im Rest des Textes nach-recherchiert kann mit ein wenig Übung einen unbekannten Text relativ schnell überblicken und für sich zusammenfassen.

Wenn es nicht um eine explizite Auseinandersetzung mit dem Text geht, dürfte dies fast immer für die Vorbereitung einer Seminarsitzung ausreichen.

4. Unbekannte Wörter nachschlagen oder -fragen

Wenn ihr bei diesem Quer-Arbeiten auf unbekannte Begriffe oder unverständliche Argumente stoßt, schreibt sie euch auf und nutzt die Gelegenheit, in der Seminarsitzung Fragen zum Text zu stellen. So könnt ihr Verständnisprobleme schnell klären und stoßt oftmals auch gleich eine interessante Diskussion an.

Wissenschaftliche Texte können au den ersten Blick einschüchternd wirken, wenn ihr diese vier Tipps berücksichtigt, verlieren sie jedoch gleich an Schrecken.

(Bild: aftab. / CC BY-NC)

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