Wenn ein Kopierschutz Realität schafft

In der Soziologie des Raums ist es mittlerweile ein Gemeinplatz geworden, dass Karten nicht nur vorhandene räumliche Strukturen abbilden, sondern dass die auch maßgeblich dazu beitragen können, räumliche Strukturen zu etablieren. So werden sie gerade in territorialen Streitigkeiten wie beispielsweise dem Konflikt zwischen Israel und Palästina gerne eingesetzt, um entsprechende Ansprüche zu untermauern.

Eine eher humorige Anekdote auf Strange Maps beschreibt nun, was passieren kann, wenn der klassische Kopierschutzmechanismus für Karten auf dieses Phänomen trifft und ein erfundener Ort auf diese Weise real wird:

Um überprüfen zu können, ob Konkurrenten oder Nutzer unzulässigerweise Karten oder Kartendaten eines Herstellers nutzen, fügen diese an zahlreichen Stellen unauffällige fiktive Orte, Straßenzüge oder Landmarken ein. Finden sich diese auch im Material eines Konkurrenten, liegt ein Datenklau nahe. In der Nähe von New York ist ein solcher fiktiver Ort jedoch real geworden, da sich ein Geschäft bei seiner Namensgebung von diesem Namen inspirieren ließ und diesen damit tatsächlich auf die Landkarte setzte.

Die vollständige Geschichte findet ihr hier: 643 – Agloe, the Paper Town Stronger than Fiction

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