"The Atlas Six" von Olivie Blake

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    Die Bibliothek von Alexandria ist nicht zerstört, sie ist nur versteckt. Sie enthält auch nicht nur das Wissen der Antike, sondern auch das Wissen über Magie. Gehütet wird dieses Wissen – wie könnte es anders sein – von einer mysteriösen Gesellschaft. Alle zehn Jahre werden sechs besonders begabte junge Magier*innen ausgewählt, dieser Gesellschaft beizutreten und sich in einem ersten Lehrjahr zu beweisen.

    Wenig überraschend begleiten wir in diesem ersten Roman der Reihe sechs junge Magier*innen in genau diesem Jahr. Dabei legt Blake einen Schwerpunkt auf die Dynamik zwischen den Figuren und deren Intrigen, am Ende des Jahres aufgenommen zu werden. Dieser Teil schien mir leider ein wenig zäh, weil ich noch keine wirkliche Beziehung zu den Figuren aufgenommen hatte.

    Erst in der zweiten Hälfte blickt die Autorin dann genauer auf die Emotionen und inneren Konflikte der Hauptfiguren und auch die übergreifende Handlung kommt in Fahrt. Ab da hatte sie mich dann auch gefesselt – bis zum durchaus überraschenden Ende mit einem kleinen Hauch deus ex machina.

    “The Atlas Six” hinterlässt mich ein wenig zwiegespalten, aber im Endeffekt befriedigt. Blake entwickelt eine spannende kleine Welt mit faszinierenden und komplexen Figuren voller Kanten und Widersprüche. Was mir jedoch deutlich fehlt, ist eine dichtere, “physische” Atmosphäre.

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