🌟 Die philosophischen Grundlagen unserer heutigen Physik wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelegt.

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war auch für die Naturwissenschaften - und insbesondere die Physik - eine Zeit der großen Umwälzungen und Paradigmenwechsel. Dabei spielten physikalische Experimente, philosophische Überlegungen und auch mathematiksche Entdeckungen eine ganz zentrale Rolle: Die Wissenschaft konnte mit Hilfer der Mathematik endlich einen Blick in die Atome werfen und die Philosophie half ihr dabei, diese seltsamen Beobachtungen zu verstehen und zu deuten.

  • Die Frage nach der "echten" Welt hinter der Beobachtung

    Eine grundlegende Frage dieser Zeit war, ob wissenschaftliche Modelle und Erklärungen die tatsächliche Welt beschreiben, oder lediglich Denkmodelle darstelle, die uns Menschen helfen, die Welt zu verstehen. Diese Frage ist eng verbunden mit dem philosophischen Problem der Metaphysik - also der Existenz einer Welt außerhalb unserer unmittelbaren Wahrnehmung.

  • Exact Thinking in Demented Times
    von Karl Sigmund

    Faszinierender Einblick in einen kleinen philosophischen Kreis, der maßgebliche Grundlagen für die Wissenschaft im 20. und 21. Jahrhundert gelegt hat.

  • Das Zeitalter der Unschärfe
    von Tobias Hürter

    In “Zeitalter der Unschärfe” widmet sich Autor Tobias Hürter der Entwicklung der Physik in der Zeit zwischen 1895 und 1945. In dieser Zeit gerieten viele vorgebliche Gewissheiten ins Wanken und die schon fast als abgeschlossen geltende P...

  • Objektivität, Relativität und der Blick der Menschen auf die Welt

    Die Naturwissenschaften rühmen sich eines vorgeblich objektiven Blicks auf die Welt. Die Entdeckung von Quantenphänomenen und die daraus entstehende Quantenmechanik machen aber deutlich, dass Beobachtungen niemals vollständig objektiv sein können.

  • In Wirklichkeit haben wir doch bei den atomaren Erscheinungen von der Natur die Belehrung empfangen, daß man das Wort 'Phänomen' gar nicht verwenden kann, ohne gleichzeitig genau zu sagen, an welche Versuchsanordnung oder welches Beobachtungsmittel dabei gedacht werden soll.
    Niels Bohr, zitiert nach Werner Heisenberg: Der Teil und das Ganze
  • Der Teil und das Ganze
    von Werner Heisenberg

    Großartige Gespräche und Reflexionen. Erst über die Grundlagen der Quantenmechanik, dann eher über die Verantwortung von Wissenschaft im Krieg.

  • Quantum
    von Manjit Kumar

    Sehr umfangreiche aber gut lesbare Geschichte der Kopenhagener Deutung der Quantentheorie und der damit verbundenen Debatte zwischen Niels Bohr und Albert Einstein. Auch die Physik wird anspruchsvoll aber gerade noch verständlich erklärt...

  • Helgoland
    von Carlo Rovelli

    Anders als ich erwartet hatte keine poetische Darstellung von Heisenbergs Tagen auf Helgoland, sondern an der Grenze zum Fachbuch im Hinblick auf die Interpretation der Quantenmechanik. Die Idee einer grundsätzlich relationalen Physik is...

  • Objektivität
    von Lorraine und Peter Galison Daston

    Sehr spannende Überlegungen zur Geschichte der Objektivität und dem Übergang von “Naturwahrheit” zu “mechanischer Objektivität” und schließlich zum “geschulten Urteil”. Manchmal aber vielleicht etwas zu ausschweifend und in Fallbeispiele...

  • Das wackelige Fundament der Mathematik

    Wie auch die Physik erlebte die Mathematik in dieser Zeit eine schwere Erschütterung: Es zeigte sich, dass sie keinewegs ein geschlossenes und in sich wiederspruchsfreies Gebilde ist, sondern auf axiomatische Grundlagenen angewiesen ist, die sich letztlich nicht wirklich beweisen lassen.

  • Exact Thinking in Demented Times
    von Karl Sigmund

    Faszinierender Einblick in einen kleinen philosophischen Kreis, der maßgebliche Grundlagen für die Wissenschaft im 20. und 21. Jahrhundert gelegt hat.

  • Suddenly, the mathematicians— those who brood in the innermost reaches— came upon something deeply flawed at the very crux of the whole structure, something that simply could not be fixed; they actually looked all the way to the bottom and found that the whole edifice [of mathematics] was floating in midair. And yet the machines still worked!
    Robert Musil, zitiert nach Karl Sigmund: Exact Thinking in Demented Times
  • Die Entdeckung der Unendlichkeit
    von Aeneas Rooch