"Debt. The First 5,000 Years" von David Graeber

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In seinem Buch zeigt David Graeber, dass der Ursprungsmythos des Geldes als Mittel zur Vereinfachung des Naturalienhandels eben genau das ist: ein Mythos. Alle historischen und anthropologischen Indizien deuten vielmehr darauf hin, dass die ursprüngliche Ökonomie auf gemeinsam geteilten Ressourcen basierte und auf diversen Formen des sozialen Ausgleichs und Austauschs. Geld als zähl. und messbare Einheit entstend vielmehr als Mittel des Staates, solche sozialen Austauschformen nutz- und kontrollierbar zu machen.

Debt ist in seinen Aussagen fundiert, informativ und aus der Perspektive der orthodoxen Ökonomik provokant. Es fehlt ihm jedoch ein wenig an Struktur und an einem klar herausgearbeiteten roten Faden. So habe ich mich als Leser immer wieder zwischen den Details etwas verloren gefühlt.