Ambiguitätstoleranz

  • Ambiguitätstoleranz stammt als Konzept aus der Psychologie, lässt sich aber auch auf soziale Gruppen anwenden. Es beschreibt im Grunde die Fähigkeit, Ambivalenzen auszuhalten - also Situationen, in denen unterschiedliche Interpretationen, Werte oder Perspektiven nebeneinander stehen und sich nicht auf die Eine richtige Antwort reduzieren lassen.

    Einer der zentralen Autoren im deutschsprachigen Raum zu dem Thema ist Thomas Bauer, der die Ambiguitätstoleranz in erster Linie aus der Perspektive der Geschichte des Islams in den Blick nimmt. Über sein kleines Buch “Die Vereindeutigung der Welt” habe ich mich in Episode 20 von Zwischen zwei Deckeln mit Christoph unterhalten:

    Seine zentrale These ist dabei, dass Ambiguitätstoleranz immer seltener wird und wir als Gesellschaft dazu neigen, Eindeutigkeit herstellen zu wollen - entweder durch einen globalen Standard oder durch vollständige Relativierung.

    Rolle der Wissenschaft

    Ein wichtiger Player in der Reduktion von Ambiguität ist die Wissenschaft: Ambiguitätstoleranz in der Wissenschaft

    • Ambiguitätstoleranz in der Wissenschaft

      Wissenschaft bietet keine eindeutig wahren Antworten, sondern ist immer auch vieldeutig und unsicher. Damit müssen sowohl die Wissenschaft als auch die Geselschaft besser umzugehen lernen.